Patricks Trick

Inszenierung Helge Stradner
Ausstattung Denise Heschl

„Streng genommen treffen wir keine Entscheidungen, es sind die Entscheidungen, die uns treffen.“ (José Saramago)

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für Jugendliche und Erwachsene ab 10 Jahren

von Kristo Šagor

Inszenierung
Helge Stradner

Ausstattung
Denise Heschl

Wenn Eltern nachts in der Küche flüstern, wollen sie etwas geheim halten. Doch der elfjährige Patrick findet bald heraus: Er wird einen Bruder bekommen! Super! Also, eigentlich wollte er immer einen coolen, älteren Bruder, aber daraus wird wohl nichts, also: Super! Aber das ist noch nicht alles, was er aus der Küche hört: Sein Bruder wird vielleicht nie richtig sprechen lernen. Wieso das denn? Das kann doch nicht so schwer sein – Patrick ist optimistisch und sicher, dass es eine Möglichkeit geben muss, zu helfen, also macht er sich daran, gute Ratschläge einzuholen: Mit der Unterstützung seines Bruders in spe fragt er sich von seinem besten Freund über den gefährlichen Danijel zum kroatischen Boxer, über die nette Deutschlehrerin und die behinderte Gemüsefrau zu „Professor Milch“, die alle auf ihre Art, mit dem, was sie wissen und sind, versuchen, ihm zu helfen. Und schon bald wird klar, wie viel man lernt, wenn die Fragen nur drängend genug sind, und dass es zu „normal“ ziemlich viele Alternativen gibt.

Der junge, vielfach preisgekrönte Autor Kristo Šagor hat mit „Patricks Trick“ ein raffiniert erzähltes, philosophisches Jugendtheaterstück über Sprache und Identität, Erwachsenwerden und Welterfahren geschaffen, das sich (zu-)traut, mit skurriler, origineller Fantasie, sprachlicher Finesse und feinem Humor große Fragen und großartige Facetten zu einem sensiblen Thema für ein Publikum ab 10 Jahren auf die Bühne zu bringen.
 

„PATRICKS TRICK“ in zwei Sprachen    

Das Stück „Patricks Trick“ erzählt auch davon, dass es sehr viele unterschiedliche Möglichkeiten gibt, miteinander zu sprechen, genauer: zu kommunizieren, und dass es dabei nicht nur um verbalen Ausdruck, sondern oft auch darum geht, zuzuhören, zwischen den Zeilen zu lesen und – zu beobachten. Ausgehend von diesen Überlegungen und einem in mehrfacher Hinsicht viel-sagendem Stück möchte das Next Liberty auch einem gehörlosen Publikum einen uneingeschränkten Vorstellungsbesuch von „Patricks Trick“ ermöglichen und bietet in Zusammenarbeit mit dem Österreichischen Gebärdensprach-DolmetscherInnen und ÜbersetzerInnen-Verband und mit der Unterstützung der Neuroth AG zwei Aufführungstermine an, die simultan in die Österreichische Gebärdensprache übersetzt werden: Am Samstag, 04.02.2017, 17 Uhr & Samstag, 01.04.2017, 17 Uhr.

 

 

Besetzung

Inszenierung Helge Stradner, Ausstattung Denise Heschl, Patrick, elf Jahre alt Christoph Steiner, Sein Bruder, noch nicht geboren Michael Grossschädl, Regieassistenz Julia Zach

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Materialmappe zu PATRICKS TRICK (1,25 MB) Download
Vorstellungen
MAI
DI 16

Patricks Trick

von Kristo Šagor

10:30 bis ca. 11:25
MI 17

Patricks Trick

von Kristo Šagor

10:30 bis ca. 11:25

Pressestimmen

„Tiefe & Tempo, Würde & Witz!

Eine eierlegende Wollmichsau des Jugendtheaters bringt das Next Liberty mit ‚Patricks Trick‘ – ab 10 Jahren – auf die Bühne. Christoph Steiner und Michael Großschädl fesseln 50 Minuten lang mit Tempo, Tragweite und Spielwitz. Wie leicht doch das Schwierige anmuten kann, wenn echtes Theater-Herzblut fließt! In seinem oft prämierten Stückt konfrontiert der junge Deutsche Kristo Šagor den jugendlichen Patrick (Christoph Steiner) mit einem ungeborenen Bruder. Dieser wird behindert sein, vielleicht nie richtig sprechen können. Das wirft tausend Fragen auf, die nicht nur Patrick brennend interessieren sollten: zu Normalitätsbegriff, Spracherwerb, Umgang mit dem Schwierigen. Patrick sondiert sie in den Dialogen mit dem Bruder, mit schrägen Freuden, Boxtrainern, Lehrern – Rollen, die Michael Großschädl ungezwungen und sekundenschnell wechselt. Das ist so lehr- wie abwechslungsreich, bietet herrliche Pointen und tiefe Momenten für alle Generationen im Saal. Tröstend reift die Einsicht, dass letztlich jeder irgendwie ‚anders‘ ist.“
(Kronen Zeitung)

„Helge Stradner inszeniert Kristo Šagors preisgekröntes Jugendstück ‚Patricks Trick‘ mit viel Witz am Next Liberty.

Ein Sprachstück für einen neuen Erdenbürgen mit besonderen Bedürfnissen. Kein Rührspiel. Kein Mitleidsdrama. Stattdessen wird Kommuniktion ins Blickzentrum gerückt. Verständigung, wenn man etwa nicht vertraut ist mit den Worten in einem fremden Land oder die Deutung lyrischer Bilder. Und natürlich Nonverbales wie Zuhören. Kristo Šagors preisgekröntes Jugendstück beleuchtet alle Facetten des menschlichen Austauschs. Und Christoph Steiner bringt ‚Patricks Trick‘ im Next Liberty mit der ungebrochenen Freude und frischen Wissbegierde eines Elfjährigen, der sich sehnlich einen Bruder wünscht. Dass der vielleicht nie richtig wird sprechen können, wie er von den Eltern erlauscht, treibt ihn auf die Suche nach erhellenden Antworten und das Publikum in den Zirkel intelligenter Sichtweisen, derer Kernweisheit nicht ‚normal‘ als Gegenteil von ‚behindert‘ definiert, sondern ‚unbehindert‘. Bravourös balanciert Regisseur Helge Stradner zwischen Aufklärung und Unterhaltung, die Andersartigkeit den Schrecken nimmt und mit lockerer Selbstverständlichkeit nicht an Witz spart. Da gibt der famose Verwandlungskünstler Michael Großschädl den Ton an, wenn zwischen schlichten gelben Blöcken von Denise Heschl zwölf Rollen auf einen Schlag die begeisterten Zuschauer auf Trab halten. […] Sehenswert!“
(Kleine Zeitung)

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