„Personen und Handlung dieser Erzählung sind frei erfunden. Sollten sich bei der Schilderung gewisser journalistischer Praktiken Ähnlichkeiten mit den Praktiken der Bild-Zeitung ergeben haben, so sind diese Ähnlichkeiten weder beabsichtigt noch zufällig, sondern unvermeidlich.“ (Heinrich Böll)

facts

für alle ab 14 Jahren

nach der Erzählung von Heinrich Böll / für die Bühne bearbeitet von Kristo Šagor

Regie

Kristo Sagor

Ausstattung

Denise Heschl

Musik

Felix Rösch

Mehr Infos

Die Wahrheit wird in den Druck gezogen. Das wäre eine Möglichkeit, den Inhalt von Heinrich Bölls berühmter Erzählung knapp zusammenzufassen. Eine andere wäre: Am Vorabend von Weiberfastnacht verlässt Katharina Blum, eine junge Frau von 27 Jahren, gegen 18:45 Uhr ihre Wohnung, um an einem privaten Tanzvergnügen, einer »Faschingsparty «, teilzunehmen. Vier Tage später, nach einer – man muss es wirklich so ausdrücken – dramatischen Entwicklung klingelt sie an der Wohnungstür des Kriminaloberkommissars Walter Moeding und gibt zu Protokoll, sie habe mittags gegen 12:15 Uhr in ihrer Wohnung den Journalisten Werner Tötges erschossen. Soweit die Fakten. Aber wie kam es dazu? Handelt es sich um die eiskalte Tat einer Radikalen, die damit von ihrer Liebesbeziehung und Komplizenschaft zu einem terroristischen Straftäter ablenken wollte? Oder hat die Täterin mit diesem Gewaltakt verzweifelt versucht, sich von den andauernden Verdächtigungen, Verleumdungen und Gemeinheiten der Presse nicht länger öffentlich zum Opfer machen zu lassen? Bilden Sie sich Ihre eigene Meinung.

Bölls »erzählerisch verkleidetes Pamphlet« (1974) gegen journalistische Manipulation und zerstörerische Hetzkampagnen bzw. dafür, der medialen »Wahrheit« gegenüber stets kritisch zu bleiben, ist auch eine klug komponierte Liebes- und Kriminalgeschichte mit feinem Humor, der man bis heute mit Spannung und Schaudern folgt. Der preisgekrönte Regisseur und Autor Kristo Šagor (u. a. »Patricks Trick«) bringt nun eine moderne Adaption des brisanten Tathergangs für ein junges Publikum auf die Bühne des Next Liberty.

 

BESETZUNG

Bühnenfassung & Inszenierung: Kristo Šagor
Ausstattung: Denise Heschl
Musik: Felix Rösch
Dramaturgie: Dagmar Stehring

 

THEATERPÄDAGOGISCHES ANGEBOT

Für Schulen


  • Materialmappe

  • 2-stündige Workshops zu den Themen: Kritische Auseinandersetzung mit der „Macht“ der Sprache und der Medien, Methoden des Forumtheaters (z. B.: Zeitungstheater)

  • Einführungen / Nachbesprechungen


DIE VERLORENE EHRE DER KATHARINA BLUM - Teaser (c) Reziprok



DIE VERLORENE EHRE DER KATHARINA BLUM - Trailer (c) Reziprok

Besetzung

Regie: Kristo Sagor,
Ausstattung: Denise Heschl,
Musik: Felix Rösch,
Katharina Blum: Yvonne Klamant,
Werner Tötges, Journalist: Helmut Pucher,
Ludwig Götten: Christoph Steiner,
Dr. Hubert Blorna, Rechtsanwalt: Martin Niederbrunner,
Trude Blorna, Architektin: Amelie Bauer,
Peter Hach, Staatsanwalt: Michael Großschädl,
Regieassistenz: Julia Zach

Downloads

Next Liberty_DIE VERLORENE EHRE DER KATHARINA BLUM_Interview Kristo SagorDownload

Next Liberty_DIE VERLORENE EHRE DER KATHARINA BLUM_Interview Yvonne KlamantDownload

Next Liberty_Materialmappe_DIE VERLORENE EHRE DER KATHARINA BLUM_AuszugDownload

Mai
DI 07

Die verlorene Ehre der Katharina Blum

nach der Erzählung von Heinrich Böll / für die Bühne bearbeitet von Kristo Šagor

10:30 bis ca. 12:10
DI 07

Die verlorene Ehre der Katharina Blum

nach der Erzählung von Heinrich Böll / für die Bühne bearbeitet von Kristo Šagor

19:00 bis ca. 20:40
MI 08

Die verlorene Ehre der Katharina Blum

nach der Erzählung von Heinrich Böll / für die Bühne bearbeitet von Kristo Šagor

10:30 bis ca. 12:10
MI 08

Die verlorene Ehre der Katharina Blum

nach der Erzählung von Heinrich Böll / für die Bühne bearbeitet von Kristo Šagor

19:00 bis ca. 20:40
DO 09

Die verlorene Ehre der Katharina Blum

nach der Erzählung von Heinrich Böll / für die Bühne bearbeitet von Kristo Šagor

10:30 bis ca. 12:10
DI 14

Die verlorene Ehre der Katharina Blum

nach der Erzählung von Heinrich Böll / für die Bühne bearbeitet von Kristo Šagor

10:30 bis ca. 12:10
DI 14

Die verlorene Ehre der Katharina Blum

nach der Erzählung von Heinrich Böll / für die Bühne bearbeitet von Kristo Šagor

19:00 bis ca. 20:40
MI 15

Die verlorene Ehre der Katharina Blum

nach der Erzählung von Heinrich Böll / für die Bühne bearbeitet von Kristo Šagor

10:30 bis ca. 12:10
MI 15

Die verlorene Ehre der Katharina Blum

nach der Erzählung von Heinrich Böll / für die Bühne bearbeitet von Kristo Šagor

19:00 bis ca. 20:40
DO 16

Die verlorene Ehre der Katharina Blum

nach der Erzählung von Heinrich Böll / für die Bühne bearbeitet von Kristo Šagor

Zum letzten Mal
10:30 bis ca. 12:10

Pressestimmen

„Den Sensationsjournalismus seiner Zeit hat Heinrich Böll in seiner Erzählung "Die verlorene Ehre der Katharina Blum" einst angeprangert. Regisseur Kristo Sagor und das Ensemble des Next Liberty bringen den Klassiker in Graz in einer Bearbeitung auf die Bühne, die die Zeitlosigkeit des Stoffes eindrucksvoll vor Augen führt. […] Regisseur Kristo Šagor bringt den Klassiker im Grazer Next Liberty in einer ebenso smarten wie effektiven Inszenierung auf die Bühne, der kleine Andeutungen reichen, um die Brisanz dieses historischen Stoffes für die Gegenwart klarzumachen. […] Vor allem aber löst Šagor die Erzählung in seiner Bearbeitung aus ihrem scheinbar auktorialen Rahmen: Die Figuren sind zwar lose den Darstellern zugeordnet, doch es gibt immer wieder Ausbrüche: So wie die Figuren im Stück um die Wahrheit über Katharina ringen, so kämpfen auch die Darsteller um die Deutungshoheit über den Text. Die Wirklichkeit bestimmt, wer am effektivsten an ihr dreht. Šagor steht dafür ein Ensemble zur Seite, das sein Konzept perfekt umsetzt: Helmut Pucher, Martin Niederbrunner, Amelie Bauer, Michael Großschädl und Christoph Steiner changieren zwischen individuellen Glanzleistungen und präzise eingespielten Chorszenen. Inmitten des Sturms verleiht Yvonne Klamant ihrer Katharina Blum stillen Stolz und grazile Stärke.“ (Kronen Zeitung)

 „[...] In einem Mix aus Nacherzählung und Eintauchen in Schlüsselszenen bringen die sechs Darsteller dem Publikum Schritt für Schritt Katharinas Geschichte näher. Die verschiedenen Rollen, in die die Schauspieler schlüpfen, übernehmen sie mit viel Emotion und Liebe zum Detail; Intuitionen und Sichtweisen der Charaktere werden so für das Publikum spürbar. Sich im Theater nur berieseln zu lassen, ist hier schwer möglich. Wer die Handlung ganz und gar erfassen möchte, muss mitdenken und mitfühlen, kann dadurch aber umso stärker in die Tragik der Geschichte eintauchen.“ (Kleine Zeitung)
Mail Theaterkasse II Kaiser-Josef-Platz 10, 8010 Graz | T +43 (0)316 / 8000 | tickets@ticketzentrum.at