„Wenn ich heute Bilder aus der dritten Welt seh‘, dann erinnert mich vieles an meine ersten Kinderjahre in Kaisermühlen. Wennst 10 Groschen ghabt hast, da warst ein Kaiser. Wann mei Mutter an Schilling ghabt hat, da ham sich sieben Leut' satt essen kenna.

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Für Jugendliche und Erwachsene ab 14 Jahren

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EIN STÜCK ERLEBBARE ZEITGESCHICHTE.

Das Stück „F. Zawrel – Erbbiologisch und sozial minderwertig“ wurde nach den Erzählungen des Zeitzeugen Friedrich Zawrel entwickelt und arbeitet dessen Erlebnisse während der NS-Zeit auf: Friedrich Zawrel ist ein Überlebender der Wiener Krankenanstalt „Am Spiegelgrund“, der zweitgrößten „Kinderfachabteilung“ des Deutschen Reiches, in der u. a. unter der Leitung des Anstaltsarztes Dr. Gross vermeintlich kranke, behinderte und erblich belastete Kinder und Jugendliche „behandelt“ und in vielen Fällen ermordet wurden. Durch den Einsatz einer Krankenschwester konnte der junge Zawrel aus der Anstalt fliehen, doch 30 Jahre später begegnet dieser erneut seinem Peiniger Dr. Gross, der inzwischen einer der einflussreichsten Gerichtsgutachter der Republik geworden ist und Zawrel erneut ein vernichtendes Urteil ausstellt …

Auf ebenso packende wie berührende Weise arbeitet das erfolgreiche Schuberttheater-Duo Nikolaus Habjan und Simon Meusburger in dieser grandiosen Figurentheater-Inszenierung ein Stück österreichischer Geschichte auf und wurde dafür 2012 mit dem Wiener Theaterpreis NESTROY als beste Off-Theaterproduktion ausgezeichnet. Im Frühjahr 2014 feiert dieses besondere Projekt im Next Liberty und im Schauspielhaus Graz nun seine Graz-Premiere.

„Alles, selbst das Beste, was jemals an Puppen- oder Figurentheater geschaffen wurde, wird durch Nikolaus Habjan überboten.“(NESTROY-Theaterpreis 2012, Begründung der Jury)

Rund 24 Gruppen aus 7 europäischen Nationen, Israel, Chile und den USA haben sich für den vom Kanton Aargau ausgeschriebenen
Förderpreis für junges Figurentheater «Grünschnabel» 2014 beworben.
Fünf Produktionen aus vier europäischen Ländern, darunter „F. Zawrel – Erbbiologisch und sozial minderwertig“, wurden schließlich nominiert. Während des Festivals werden diese in öffentlichen Vorstellungen gezeigt, bei denen auch die Jury anwesend ist, die schließlich den/die Preisträger am 29. Juni 2014 im Kurtheater der Stadt Baden küren wird.

Mail Theaterkasse II Kaiser-Josef-Platz 10, 8010 Graz | T +43 (0)316 / 8000 | tickets@ticketzentrum.at